Im Zweifel tue nichts [Buchrezension]

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Vorab Information:
Der Beltz&Gelberg Verlag haben mir ein Rezensionsexemplar von Fleur Ferris zukommen lassen „Im Zweifel tue nichts“ Ich bedanke mich vielmals für den schnellen und sicheren Versand und auch für die beiliegende Postkarte sowie der Visitenkarte mit ganz lieber Handnotiz! Fand ich persönlich noch schöner!
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Auch wieder vielen Dank an

Dafür das sie es möglich gemacht haben, das ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und mich bewerben durfte!

Und wie immer bewerte ich dieses Buch nichts desto Trotz unvoreingenommen, offen und ehrlich!

Verzweifelte Lage…
Die schöne, selbstbewusste Sierra und die etwas zurückhaltende und nicht so von sich überzeugte Taylor sind beste Freundinnen. Beide kennen sich seit der Geburt und wuchsen fast wie Geschwister auf denn ihre Mütter wurden zeitgleich Schwanger. So sind es nicht nur die Mütter, denen ein festes Band der Freundschaft verbindet, sondern nun auch ihre Töchter. Nachdem Taylors Vater an einer schweren Krankheit gestorben ist, wuchsen die zwei Familien noch enger zusammen.

Als Sierra nach den Sommerferien mit ihrer Mutter wieder aus Amerika nach Hause kommen, ist die Freude groß, vor allem bei Taylor. Schnell werden wichtige Informationen ausgetauscht was sich in Sierras Abwesenheit alles getan hat. Da Sierra Zuhause Internetverbot hat nutzt sie nebenbei die Chance bei Taylor online zu gehen und ihre erste Anlaufstelle ist der Mysterie Chat. Sie nimmt schnell Kontakt mit einem Unbekannten auf der sich Jacob Jones nennt und schreibt über Taylors Namen mit ihm. Taylor steht dem ganzen eher skeptisch gegenüber. Vorallem als sie merkt, das Sierra ihm Taylors E-Mail Adresse gegeben hat.

Nachdem Sierra nach Haus muss, sieht sie auch sofort das Jacob ihr geschrieben hat. Taylor stellt sofort klar das sie nicht Sierra ist und auch keine 16 sondern erst 15 Jahre ist, wo Sierra ihn angelogen hat. Es stört Jacob nicht weiter und so schreiben Taylor und Jacob viele Stunden und merken wie viel sie gemeinsam haben. Schnell tröstet der sympathische Jacob Jones über den Kuss zwischen Sierra und Cullum, Taylors eigentlichen Schwarm hinweg, der vor den Sommerferien auf einer Party stattgefunden hat.

Als Taylor es Sierra am nächsten Tag erzählen oder vielleicht sogar ein Stück weiter beichten möchte, das sie sich lang mit Jacob unterhalten hat, kommt ihr Sierra zuvor in dem sie ihr erzählt das sie ein Date am Freitag mit Jacob Jones hat. Taylor scheint aus allen Wolken zu fallen. Hat Jacob doch gestern zu ihr gesagt wie interessant sie sei. Aus Scham traut sich Taylor nicht mehr zu erzählen das Jacob und sie soviel geschrieben haben. War doch klar, das auch er lieber die hübsche Sierra möchte. Auch als ihre besten Freundin sie bittet ihr Alibi am Freitag zu spielen willigt Taylor, wenn auch nur missmutig zu. Sie hat im Hinterkopf was damals mit Riley war, als Sierra sich mit Matt getroffen hatte und Riley gebeten hat sie zu decken.

Doch der Plan steht: Am Freitag geht Sierra zu dem Date mit Jacob Jones und erzählt ihrer Mutter aber das sie bei Taylor schläft. Freitag Abend kommt sie dann zu Taylor nach dem Date. In der Theorie. Sierra ruft Freitags Taylor an und sagt ihr, das sie erst Samstag früh zurück kommen wird das Jacob Jones ja soo toll ist. Auch wenn Taylor protestiert, steht Sierras Entschluss schon fest.

Doch auch Samstag kommt sie nicht. Sauer auf sich und noch mehr auf Sierra, beschließt Taylor ihre Mutter nicht anzulügen wenn sie fragen sollte. Sie ahnt noch nicht welche Ausmaße ihre Entscheidung hat…

Schreibstil:
Der Schreibstil ist emotional und leicht gehalten. Man versteht in wessen Verbindung wer zu wem steht und warum. Die Charaktere werden nicht sehr tiefgehend Beschrieben bis auf Taylor und Sierra. Aus Taylors Sicht lesen wir die Geschichte. Auch der Knackpunkt Internet wird nicht bis zum zerbersten ausgeführt und artet auch nicht in Doktor Arbeiten aus. Begriffe die eventuell nicht jedem bekannt sind, werden kurz, knapp und verständlich erklärt. Ich konnte das Buch schön flüssig und fast in einem Rutsch weglesen.

Empfehlung:
Durchaus fällt das für mich UNTER ANDEREM in die Kategorie „Schulbuch“. Gerade in der Facebook, Twitter und Instagram Generation, ist es wichtiger als jemals zuvor zu wissen, was das Internet für Schatten wirft. Durchaus bedarf es mehr Aufklärung und zwar wirklich AUFKLÄRUNG und nicht Verbote und/oder Überspitzte Aussagen. Das Buch hat viel Gefühl und geht zwischen Liebe und Freude auch mit Trauer und Verlust um.

Fazit:
Fleur Ferris hat mit „Im Zweifel tue nichts“ einen Roman erschaffen, der einem die Risiken des World Wide Webs nahelegt. Gerade im heutigen Zeitalter, Wo Smartphones, Laptops etc. nicht mehr wegzudenken sind, ist die Gefahr um so größer Opfer eines Verbrechens zu werden, weil man sich leichtgläubig mit der Person am anderen Ende trifft. Ich selbst stehe dem allen etwas kritisch gegenüber, da ich auch meinen Freund durch das Internet kennen- und lieben gelernt habe. Warscheinlich war das Buch deswegen so emotional für mich. Natürlich kann der oder die jenige auf der anderen Seite sich als den Perfekten Menschen ausgeben ohne es wirklich zu sein. Vorsicht ist das oberste Gebot. Freundin oder Kumpel mitnehmen, Öffentlichen Ort wählen… Auf all das wird auch in diesem Buch eingegangen. Das Buch war alles andere als „leicht“ für mich, was aber durchaus was mit den Gefühlen zu tun hat und wie distanziert man sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Die Geschichte ist wunderbar flüssig geschrieben und ich konnte mich gut in Taylor hineinversetzen.

Von mir bekommt „Im Zweifel tue nichts“ von Fleur Ferris
4-sterne
4,8/5 Sternen! 

 

Klappentext:
Taylor und Sierra sind beste Freundinnen, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Sierra überstrahlt alle, Taylor steht in ihrem Schatten. Nach einem Chat-Flirt kommt Sierra nicht zur abgemachten Zeit von ihrem Date zurück. Sollen Taylor und ihre Freunde den Eltern alles gestehen? Aber dann käme heraus, dass sie gelogen haben, um Sierra zu decken. Und Sierra hat so etwas doch schon einmal getan.
Je länger die Freunde warten, desto banger wird ihnen. Denn auch als das Wochenende zu Ende geht, haben sie von Sierra nichts mehr gehört. Ist Sierra wiedermal nur auf Tour mit einer Romanze oder ist dieses Mal wirklich etwas passiert? Ist es vielleicht sogar schon zu spät?

Buchdetails:
Name:
Im Zweifel tue nichts
Autor:
Fleur Ferris
Seiten:
276
Verlag: 
Beltz&Gelberg
Erschienen: 
10.07.2017
Kostenpunkt: 
13,95€
Hier zu kaufen: 
Im Zweifel tue nichts
Genre:
Jugendbuch

 

 

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Paper Princess – Die Versuchung [Buchrezension]

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Prinzessin auf … dem Papier
Nach dem Tod ihrer Mutter und dem damit letzten verbleibenden Familienmitglied, muss sich Ella Harper allein durchs Leben schlagen. Sie weiß schon seit jungen Jahren, das, das Leben kein Ponyhof ist und aussteigen ist nicht. Somit bewaffnet sie sich mit dem Personalausweis ihrer Mutter und arbeitet neben der Schule nicht nur als Kellnerin sondern auch als Stripperin,  um zu überleben. Mit 17 Jahren hat Ella somit schon die dunkelsten Facetten des Lebens abgedeckt.

Als dann noch ein Mann namens „Callum Royal“ in ihr Leben platzt und vorgibt ihr Vormund zu sein, scheint für die bisher so freie und selbstständige Ella eine Welt zusammenzubrechen. Sie hat Angst das ihre Tarnung auffliegt und sie nun auf ewig in einem Waisenhaus landen wird. Callum Royal erklärt ihr das ihr Vater, ihm das Versprechen abgenommen hat, das er sich um Ella kümmern wird, wenn er es nicht mehr könnte, weil sie beste Freunde waren. Um Ella zu überzeugen, verspricht er ihr monatlich 10.000 Dollar und steckt ihr den ersten Umschlag mit großen Schein in die Hand.

„Du magst deine Familie verloren haben, aber du bist nicht allein, Ella. Du bist jetzt eine Royal.“ S. 33

Ella kann es nicht glauben. Sie ist die Hauptdarstellerin in ihrer eigenen „Cinderella“ Verfilmung. Als sie einwilligt, es auf den Versuch ankommen zu lassen,  fliegen sie gemeinsam zu dem Grundstück der Royals, wo Ella auf den Rest ihrer „neuen Familie“ stößt. Callums Söhne sind aber um den Umstand das Ella nun ihre neue Schwester ist, nicht so angetan und versuchen ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen, weil sie hinter Ella eine Schmarotzerin vermuten.

Nach und nach versucht Ella sich an ihre neue Welt zu gewöhnen, an die neue Privatschule und vor allem an ihre Brüder. Von ihnen schlägt ihr der meiste Hass entgegen und vor allem Reed, der Kopf der Brüder, scheint es besonders auf Ella abgesehen zu haben…

„Wenn ich ein Talent habe, dann ist es nicht das tanzen. Vielmehr ist es die Fähigkeit, fest daran zu glauben, dass der nächste Tag besser wird.“ S. 179

Schreibstil: 
Es fiel mir unheimlich schwer in „Paper Princess“ einzusteigen. Man wird von Anfang an, so zugeschüttet mit den verschiedenen Schicksalsschlägen von Ella, das ich nicht mal Zeit hatte um Mitleid zu bekommen. Ella wird hier als sehr tough und selbständige junge Frau beschrieben. Dem würde ich auch zustimmen, allerdings waren ihre teilweise in meinen Augen, Sprüche so unangebracht das sie mich sogar etwas genervt hat. Viele Dinge wurden sehr überspitzt dargestellt und vielleicht mit einem Hauch zu viel Drama. Es gab auch Momente wo mich das Desinteresse von Ella dann etwas irritiert hat, das viele Dinge so eintrafen, wie sie es sich gewünscht hat, aber nun uninteressant sind.

Allerdings war ich positiv überrascht von den Brüdern. Auch sie alle tragen ein Päckchen mit sich, was sich auf die Familiendynamik ausbreitet. Es ist interessant die vielen unterschiedlichen Charaktere kennen zulernen und mitzubekommen, wie sie sich alle unter einem Dach verstehen (oder auch nicht). Selbst die Zwillinge sind sich zwar von der Beschreibung des Äußeren verständlicher weise ähnlich, aber nicht vom Charakter.

Die unerwarteten „Weichen“ Züge sind nicht nur sympatisch und eine willkommene Abwechselung neben den Drama, sondern sorgen auch für neue Sichtweisen auf die Charaktere.

Empfehlung: 
Für alle die ein wenig „Dark Fairytale“ Feeling haben möchten und Cinderella eh immer „ganz interessant“ finden, ist „Paper Princess“ sicherlich eine gute Wahl. Ebenso für Menschen die auf unterschiedliche und Facettenreiche Charaktere stehen. Es ist ein wenig von allem vertreten. Liebe, Hass, Eifersucht und Schmerz…

Fazit:
Ich kann den Hype um „Paper Princess“ durchaus verstehen. Vielleicht ist es auch genau das, was für mich persönlich, das Buch nicht in allen Dingen toll aussehen lassen ließ. Ella konnte mich leider nicht überzeugen und auch ihre schlimmen Schicksalsschläge kamen für mich zu schnell hintereinander. Die Stärke wiederum, die sie trotz allem in sich trägt, finde ich bewundernswert. Da mich gerade das Ende sehr stark fesseln konnte werde ich wohl auch die Finger nicht von den anderen Teilen lassen können, um zu erfahren wie es mit Royals und mit Ella weitergeht…

Von mir bekommt „Paper Princess – Die Versuchung“ von Erin Watt 
3-sterne
3,8/5 Sternen!

Klappentext:
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Buchdetails:
Name: 
Paper Princess – Die Versuchung
Autor:
Erin Watt
Seiten:
384
Verlag:
Piper Verlag
Erschienen: 
01.02.2017
Kostenpunkt: 
12,99€
Hier zu kaufen: 
Paper Princess – Die Versuchung
Genre: 
Roman, Young Adult

Dark Places – Gefährliche Erinnerung [Buchrezension]

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Willkommen im Dark Place
Wir lesen aus der Sicht unserer Hauptprotagonistin Libby Day. Sie war erst sieben Jahre jung als ihre Mutter sowie ihre zwei Schwestern auf kaltblütige Art und Weise ermordert wurden. Ihrer Zeugenaussage ist es zu verdanken, das der Täter gestellt wird: Ihr eigener Bruder.

Heute ist Libby 25 Jahre alt, einsam & depressiv. Das tägliche Aufstehen bedarf ihr viel Kraft und Energie ab. An ihre Familie denkt sie nicht. Sie kann nicht über den Klippenrand schauen, in dem die grausame Nacht von damals auf sie wartet. Leider wird sie schneller damit konfrontiert als es ihr lieb wäre.

Durch Spendengelder konnte Libby sich bis heute durch hangeln. Nun wird das Geld knapp. Sie hat keinen Beruf gelernt und kennt die Arbeitswelt nicht und bezweifelt das sie diese jemals kennen lernen möchte. Ihr gefällt ihr Leben so wie es ist.
Aus der Not heraus, nimmt sie Kontakt mit dem „Kill Club“ auf. Ein Club von Leuten die starkes Interesse an Mordfällen haben und sich sogar als ihre „Lieblingsmörder“ verkleiden. Schnell wird Libby bewusst das nicht jeder von der Schuld ihres Bruders Ben überzeugt ist. Mehr und mehr muss sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen und mit ihrem Bruder. Libby ist überzeugt von der Schuld ihres Bruders und weiß noch nicht wieviel Mörder wirklich in ihm steckt.

Schreibstil: 
Es ist der typische Schreibstil von Gillian Flynn. Offen, direkt, ehrlich. Wie auch in ihren anderen Titeln nimmt sie kein Blatt vor den Mund und erschafft somit interessante und ehrliche Charaktere. Abwechselnd liest man aus der Sicht von Libby im hier und jetzt, sowie auch von der Mutter und ihrem Bruder, beides aus der Vergangenheit.

Man setzt sich somit nicht nur mit Libby, sondern mit allen Days auseinander und taucht automatisch tiefer in die Geschichte ein. Leider hat es Gillian Flynn diesmal nicht geschafft, mich total zu beanspruchen wie in ihren anderen Titeln. Ich finde es gab viele Wiederholungen. Gerade die Finanzielle Lage wird des öfteren beschrieben und irgendwann musste ich ein seufzen weil es wieder und wieder und… na ihr wisst schon, beschrieben wurde.

Auch scheinen die Charaktere aus dessen Sicht man liest,  einen gewissen lethargischen Charakterzug zu besitzen. Ich habe mir oft beim Lesen gewünscht, das JETZT der Moment kommt in dem nun Aktion auftritt.
Natürlich deckt man Stück für Stück die Geschichte auf und führt sie zusammen wie ein Puzzel. Die Logik und natürlich das Ende hat Flynn wieder super ausgearbeitet. Auch wenn man schon vorher Dinge erahnt, scheint die Autorin das Blatt immer wieder wenden zu können. Einer der Gründe warum ich sie so sehr mag.
Leider fehlte mir die Spannung. Es wurde eher in die Länge gezogen als es zu beenden, was mich ein wenig enttäuscht hat.

Empfehlung: 
Ja. Jeder der den Schreibstil von Gillian Flynn mag, wird auch Dark Places mögen. Es ist leider nicht ihr bestes Buch aus meiner Sicht, hat aber durchaus Potential. Ich bin ehrlicher weise aber froh, das Buch von ihr nicht als erstes gelesen zu haben, einfach weil Flynn es besser kann, als wie sie es hier abgeliefert hat.

Fazit:
Ehrlicher Schreibstil, interessante Geschichte mit Potential zu „mehr“. Gillian Flynn ist eine meiner Lieblingsautorin dessen Bücher ich jedem weiterempfehlen würde, der düstere  und überraschende Bücher mag. Auch „Dark Places“ hat einige Dinge sehr richtig gemacht, andere wieder rum wurden einfach zu überspitzt und zu oft dargestellt.
So richtig konnte mich das Buch nicht fesseln obwohl der Einstieg durchaus interessant und eingehend beschrieben wurde.

Von mir bekommt „Dark Places – Gefährliche Erinnerung“ von Gillian Flynn
3-sterne
3,9/5 Sternen!

 

 

Klappentext:
Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren
Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals.

Buchdetails:
Name: 
Dark Places – Gefährliche Erinnerung
Autor:
Gillian Flynn
Seiten: 464
Verlag:
Fischer Scherz
Erschienen: 
05.05.2009
Kostenpunkt:
14,99€
Hier zu kaufen: Dark Places – Gefährliche Erinnerung
Genre: 
Thriller, Roman

& Du am Ende [Fortsetzungsroman]

Hier kommt ihr zu Kapitel 1

Kapitel 2
Heute:
Das unnachgiebige flackern eine Drugstores lenkt meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich merke beim Anblick der Pepsi Reklame, die halb abgerissen an der Fassade des Drugstores klebt, was für einen Durst ich habe und wie trocken meine Kehle ist. Wie lange war ich nun schon unterwegs? Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren.

Mit großen Schritten näher ich mich dem kleinen Laden. Hier,  mitten im Niemandsland. Der Kassierer, ein Mann mittleren Alters, hebt nicht mal den Kopf sondern tippt mit der Stiftspitze in einem stätigen Rhytmuss auf sein Kreuzworträtsel. Er trägt eine dünne Brille auf seinem Kopf und hält sich die Zeitung fast vor die Nase. Ich würde fast schmunzeln wenn mir nicht jegliches emphatische Gefühl aus Leib und Seele gekrochen wäre. Am Kühlschrank angekommen nehme ich mir zwei Wasser, eins mit wenig Kohlensäure und ein Leichenwasser raus. Leichenwasser sagte mein Dad immer wenn es um Wasser ohne Kohlensäure ging. Angefixt durch die Pepsi Werbung greife ich auch zu dieser. Bewaffnet mit drei Getränkeflaschen, gehe ich an den Schalter des Mannes.
Auch jetzt scheint er mich nicht zu bemerken. Ich räuspere mich kurz. Er schaut mich an als habe ich, ihn an der Kasse warten lassen. Dann verflüchtigt sich der Ausdruck rund um seine Augen und er lächelt. Als hätten kleine Heinzelmännchen ihm ins Ohr geflüstert das er auf Arbeit sei und der „Mitarbeiter des Monats“ Preis für ihn bestimmt sein könnte. Durch diesen Gedanken blicke ich mich in dem kleinen Laden um. Tatsächlich hängt hinter ihm ein gerahmtes Bild „Mitarbeiter des Monats Oktober! Frank Ward.“ Ist das Situationskomik? Ich wische mir mit beiden Händen über das Gesicht als ob ich mich selbst ermahnen müsste nicht lauthals loszulachen. Vielleicht bin ich einem Nervenzusammenbruch näher als ich dachte.

Frank jedenfalls zieht nun seine Brille auf die Nase und scannt die drei Getränke. „Das wären Sechs Dollar Zweiundsiebzig.“ Frank lächelte immer noch. Ich ziehe einen 10 Dollar Schein aus der Geldbörse und lege ihn auf den Tresen. Frank nimmt diesen, bongt ihn ein und gibt mir das Wechselgeld. „Schönen Abend Ihnen noch!“ „Frechheit.“ Frank schaut mich an: „Wie bitte?“ „Dort unten in ihrem Kreuzworträtsel. Anderes Wort für Unverfrorenheit. Es ist „Frechheit.“ Ich schaue weiter auf das Kreuzworträtsel und Frank folgt meinen Blick. „Ja, soweit war ich noch nicht.“ sagt er flüchtig und zählt die Kästchen ab ob meine Lösung korrekt ist. „Dort quer bei „Schwierige Lage“ kommt „Ausweglosigkeit“ und damit ist das nächste Wort bei „unausweichlich“ gleich „Tragisch“.“ Frank kam kaum hinterher. Er hat seine Brille längst wieder nach oben geschoben und klebt mit seinen Augen nun wieder förmlich an der Zeitung. „Nicht schlecht, sie lösen wohl öfter Kreuzworträtsel?“ sagt er während er die Lösungen schnell, um sie nicht zu vergessen, aufschreibt. „Nein, dafür habe ich einfach keinen Kopf. Auch Ihnen noch einen schönen Abend.“ Ich merke nur aus den Augenwinkel wie Frank den Kopf schüttelt und sich irritiert am Kopf kratzt während ich aus dem Drugstore wieder zurück in die Dunkelheit trete und meinen Weg fortsetze…

Fortsetzung Folgt…

Wöchentliche Buchrezension

Hallo meine Lieben,

Mein Freund und ich sind fleißig am Sachen packen, denn wir begeben uns wieder auf Reisen! Naja, so ähnlich. Wir sind bis zum Montag (30.10) bei meiner Tante zwecks Housesitting, während sich die gute Dame auf den Weg nach New York befindet (NEID).

New York ist ein ewiger Wunsch von mir und ich weiß das ich mir irgendwann diesen Erfüllen werde! Warum es mir New York so angetan hat, kann ich auf der anderen Seite gar nicht so genau sagen. Während meine Tante nun also auch noch  einen Zwischenstopp in London (Mein zweiter Reisetraum) einlegen muss um weiter zu düsen passen wir nun ein paar Tage auf ihre Häusschen, ihre Tiere und sonstigen Hab und Gut auf.

Leider fällt deswegen die wöchentliche Buchrezension aus. Ich habe es einfach nicht geschafft „Dark Places“ zu beenden, was ein wenig ärgerlich ist, denn es fehlen „nur“ noch knappe 100 Seiten. Aber diese werde ich dann wohl nächste Woche schreiben müssen. Meine Tante hat leider kein Internet weswegen auch „nachschreiben“ sich als etwas schwierig gestaltet, vorallem mit dem Handy. Ich kann auf dem Ding einfach nicht so gut tippen. Kryptische Zahlen/Buchstaben Kombinationen wären dann wohl das Resultat. Ich stehe dazu: Ich benutze lieber Sprachnachrichten! Von Familie und Freunden gehasst, ist es meine Lösung.

Den einzigen Beitrag den ich vorplanen konnte ist meine Fortsetzungsgeschichte „& Du am Ende“. Der zweite Teil wird am Sonntag erscheinen und natürlich freue ich mich wie immer über Konstruktive Kritik 🙂 Hier könnte ihr übrigens den ersten Teil lesen > & Du am Ende <

Nun wünsche ich euch ein schnell nahendes Wochenende & eine schöne Restwoche!

Calipa over and out!

& Du am Ende [Fortsetzungsroman]

Kapitel Eins: 

Heute:
Ich kann nicht genau sagen, wir lang ich schon durch die Straßen laufe. Ich spüre die eisige Kälte des herannahenden Winters. Mit jedem Schritt den ich weiter gehe, fühlt es sich an, als ob jemand tausende von kleinen Nadeln in mein Nacken bohrt. Immer wieder lasse ich meinen Blick auf die gegenüber liegende Straßenseite fallen. Leer. Ab und an, drehe ich mich auch unauffällig um. Ebenfalls ist niemand zu sehen. Das Gefühl beobachtet und verfolgt zu werden, ist durchaus eine Angst die mein treuster Begleiter geworden ist.
Damals:
„Em! Du kannst nicht das ganze Wochenende verschlafen! Nun komm endlich!“ müde öffne ich ein Auge und blinzel auf den kleinen, schwarzen Wecker. Grüne Leuchtziffern, die mir verraten das es schon Dreizehn Uhr zwanzig ist, scheinen mir förmlich meinen Sehnerv aus lasern zu wollen. War der Wecker schon immer so grell? Unkoordiniert schiebe ich den Wecker anders herum um meine Augen zu schützen. Langsam drehe ich mich auf den Rücken und schaue an die Decke. Ein herzhaftes Gähnen entfleucht meinen Lippen. Mein WG- Zimmer ist komplett Duster. Ich habe wohl die Verdunklungs Vorhänge die meine Mutter mir damals auf dem Collage geschenkt hat, gestern tatsächlich geschafft zuzuziehen. Nicht ein Sonnenstrahl schafft es in mein Dark Place. Womit ich nicht nur mein Zimmer meine. Ich habe das Gefühl, das es in meinem Kopf gleich knackt und mein Gehirn sich einen Weg sucht um aus diesen engen Gefängnis zu entfliehen. Ich habe unsagbare Kopfschmerzen. „EM!“ Ich fasse mir an den Kopf. In der Geschwindigkeit einer sehr un mobilen alten Frau, schiebe ich mich stück für Stück aus dem Bett und drehe den Schlüssel im Türschloss um. Da ich einer WG eigentlich immer abgeneigt war (und sogar heute noch bin) war das Türschloss einer meiner absoluten „MUSS“ Punkte als ich den Mietvertrag unterschrieb. POCH! POCH! POCH! „Wenn du weiter so machst, muss ich dich leider umbringen.“ zische ich zwischen den Zähnen durch die geschlossene Tür meiner Mitbewohnerin entgegen. Nach gefühlten 20 Minuten habe ich es geschafft die Tür zu entriegeln und drücke die Klinke nach unten um die Tür zu öffnen. Vor ihr steht Marie.

„Guten Morgen Schlafmütze! Ich dachte ich bekomme dich gar nicht mehr wach.“ sie trug ihr weißes Colgate Lächeln. Marie war mit ihren zarten 23 Jahren, vier Jahre jünger als ich. Ihre Haare sind ordentlich zu einem kräftigen Pferdeschwanz zusammen gebunden. Nur eins zwei Strähnen hängen herab, die der Frisur leider keinen Abbruch tun. Ich mag Marie. Wenn sie nicht an meiner Tür hämmert, wie ein Einsatzkommando. Leider merke ich meist im Dark Place das ich ab und an ziemlich Eifersüchtig auf sie bin. Ihre makellose Haut, die perfekte Stupsnase, die vollen und voluminösen Blonden Haare, der durchtrainierte Körper, die festsitzenden und genau passenden Brüste. Und ihre Augen. Sie hat grell leuchtende blaue Augen. Ich kann mit ihr in keinen Blickkontakt treten, weil ich auch hier das Gefühl habe das sie meine Augen verbrennen und diese dann wie Suppe aus ihren Höhlen laufen.

Ich drücke mich an Marie vorbei und steuere die Küche an. Kaffee. Was für Zombies Gehirne und für Autos Sprit ist, läuft ohne Kaffee auch bei mir nichts am Morgen. Oder am Mittag. Manchmal auch Abends. Marie tänzelt hinter mir her und versorgt mich mit den Informationen über ihr morgendliches Jogging Ritual. Jeden Sonntag Morgen und Donnerstag Nachmittag läuft Marie 4 Kilometer. Ich hingegen fühle mich wie Gott wenn ich die 5 Meter von meinem Zimmer in die Küche schaffe. Jeder hat damit seine Highlights im Leben.

Nachdem der Kaffee fertig ist, nehme ich mir eine Tasse aus dem Geschirrspüler und fülle ihn mit süßen Nektar der mich leben lässt. Marie steht kopfschüttelnd neben mir. Ich weiß welche Ansprache folgt: „Weißt du eigentlich wie ungesund der ganze Koffein ist, den du deinem Körper zumutest? Dein Kaffee Gehalt ist viel zu groß. Steig doch lieber um auf Tee. Der ist viel Gesünder!“ Wie gesagt: Ich mag Marie. Dennoch stellt mir mein Dark Place manchmal einen wunderschönen Splatter Film zusammen mit ihr als erstes Opfer.

FORTSETZUNG FOLGT…

White Horse [Buchrezension]

Klappentext:
Eine Welt, die alle Hoffnung verloren hat. Eine junge Frau, die ihr ungeborenes Kind beschützen muss. Und ein uraltes Rätsel, das für uns alle zur tödlichen Gefahr wird. Die junge Zoe entdeckt in ihrer Wohnung ein merkwürdiges Glasgefäß, dessen Herkunft sie sich nicht erklären kann. Als sie den Behälter öffnet, breitet sich eine geheimnisvolle Seuche aus, „White Horse“. Unzählige Menschen sterben, das Ende aller Zeiten scheint gekommen. Zoe verliert nicht nur ihre Familie, sondern auch ihren geliebten Nick, der spurlos verschwindet und von dem sie schwanger ist. Auf sich allein gestellt, macht sich Zoe auf die Suche. Wird sie Nick wiederfinden, um das Geheimnis von „White Horse“ zu lüften?

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Schreibstil:
Alex Adams bringt uns die Geschichte rund um Zoe und ihrer einst so normalen Welt sehr nahe. Gefühle, Ängste und Sorgen werden aus zwei Perspektiven erzählt. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen stellenweise nahtlos ineinander. Der Charakter Zoe wurde mit Höhen und Tiefen erschaffen, mit Gedanken und Träumen bzw. insgeheimen Wünschen. Allgemein wurden die Menschen die in dem Buch vorkommen, der Seuche stimmig angepasst. Das ganze Buch über hat man eine beklemmende Atmosphäre während des Lesens.

Der Verlust der eigenen Familie von Zoe habe ich demnach als viel zu kurz und „stumpf“ empfunden. Viel interessanter und erschreckender fand ich dafür die „Wandlung“ von normalen Menschen zu Menschen die mit „White Horse“ infiziert sind. Es ist nicht das typische „Zombie“ Wesen was sich auf die Suche nach „Frischfleisch“ macht sondern vielmehr eine Charakteristische Veränderung die der Autor mit guten Beispielen beschrieben hat.

Gesamteindruck:
Es ist die Verzweiflung und wohl auch der Wunsch nicht alleine auf der Welt zu sein, der Zoe antreibt und nach vorne Blicken lässt.  Auf ihrer Reise und Suche nach Nick, ihrem Freund, lernt sie viele Menschen kennen und kommt in verschiedene Situationen die ihr das Vorantreiben erschweren. Fast alles bereit für die Suche nach Nick zu opfern, merkt sie schnell das es auch unter den nicht infizierten Menschen, „Monster“ gibt. Es ist spannend und mitfiebernd auch, wenn einige Dinge viel zu schnell und verwirrend geschehen. Man wird scheinbar Zoe’s immuner Wegbegleiter durch die „neue“ Welt und hofft den nächsten Tag zu überleben und fürchtet um so mehr das Dunkel der Nacht. Die Seuche ist dabei das kleinere Übel ob man es glaubt oder nicht. Übermäßige Brutalität findet nur sehr wenig statt. Somit kann „White Horse“ sich abgrenzen von den bisher „typischen“ und bereits „bekannten“ Endzeit Bücher.

Fazit:
Durchaus kennen wir viele der beschriebenen Dinge schon längst aus Serien, Filmen, Games & co. Auch wenn Alex Adams es nicht geschafft hat das Rad neu zu erfinden, bringt „White Horse“ eine spannende Geschichte die eben nicht nur dem abschlachten von Untoten entgegen tritt. Während die Welt im Wandel ist und eine Seuche die Schuld daran trägt, wird diese allerdings nur als großer Schirm über die Geschichte gespannt. Viel intensiver werden hier Beziehung, Bindungen, Gedanken und Gefühle benannt und aufgefasst. Intensive Augenblicke werden leider meiner Meinung nach, zu schnell eingeleitet und zum Höhepunkt getrieben. Somit bleiben offene Fragen bestehen auf dessen Antwort man leider vergeblich wartet. Nichts desto Trotz mag ich den Schreibstil von Adams und die Charaktere die sie erschafft. Wenn auch viele Punkte uns durch andere Geschichten bereits bekannt sind, werden sie hier wunderbar eingesetzt und man hat nicht das stetige Gefühl das alles schon zu kennen und zum X-ten Mal zu lesen.

Von mir bekommt „White Horse“ von Alex Adams
4-sterne
4,2/5 Sterne!

 

 

Buchdetails:
Name: 
White Horse
Autor: 
Alex Adams
Seiten: 448 
Verlag: Piper

Erschienen: 
10.11.2014
Kostenpunkt: 
Original Preis Unbekannt
Hier zu kaufen: White Horse
Genre: 
Roman, Dystopie

Der Schattendieb [Buchrezension]

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Buchdetails:
Name: 
Der Schattendieb
Autor:
Ralf Isau
Seiten: 477
Verlag:
Thienemann
Erschienen: 
13.03.2009
Kostenpunkt: 
Original Preis Unbekannt
Hier zu kaufen: Der Schattendieb
Genre: 
Roman, Fantasy

Klappentext:
Die Erde besitzt eine dunkle Schwester: Osttarra, das Reich der lebenden Schatten. Es wird beherrscht von Saros. Er will die Natur auf den Kopf stellen, will die Schatten zu Menschen und die Menschen zu Schatten machen. Deshalb schwärmen bei Sonnen- und Mondfinsternissen die Schattendiebe aus und gehen auf Beutefang. Und mit jedem geraubten Schatten werden die drei Säulen, auf denen die Menschenwelt ruht, brüchiger: Liebe, Gerechtigkeit, Weisheit. Die Erde wird kälter. Doch es gibt einen Auserwählten: den jungen Jäger Corvin. Er kennt keinen Hass, sondern liebt die Menschen. Ganz besonders Nelia, für die sein Herz auf einem seiner Jagdzüge entflammt. Ausgerechnet ihr hat Saros ein grausames Schicksal zugedacht. Um sie zu retten, stürzt sich Corvin in einen Kampf, in dem er eigentlich nur verlieren kann.


Schreibstil:
Ralf Isau hat es mir nicht leicht gemacht in sein Buch einzusteigen. Wortwahl, sowie Satzbau, wurden von dem Autor gut an die Zeiten des Buches angepasst. Da wir dort ab dem 18. Jahrhundert herum einsteigen, ist für nicht alles sofort verständlich gewesen. Einige Sachen musste ich nachschlagen, um zu wissen um was es sich handelt. Dennoch mochte ich sehr die Beschreibung der Welten und dessen Details. Es wurde nicht jeder Backstein benannt, sondern nur so viel dass noch genug eigene Vorstellungskraft agieren konnte. Leider schien mir das Buch zum Ende hin ein wenig künstlich gezogen.  Showdowns wurden an Stellen eingesetzt, die mich persönlich schon fast nicht mehr interessierten. Ich wollte eigentlich dann nur noch wissen was mit Corvin, Nelia und Saros geschieht, denn dahin hatte (und wollte?) mich Ralf Isau doch bringen?

Gesamteindruck:
Gefühlsbetont und gespannt lässt man sich in die Schattenwelt Osttarra hineinziehen. Man lernt eine menge Charaktere kennen und wird dazu auf eine kleine Weltreise mitgenommen. Dort finden wir auch Namen wieder, die uns längst bekannt sind auf positive oder negative Art und Weise. Der Schattendieb ist kein Buch, was man nebenher liest sondern eines, auf das man sich einlassen muss. Ich finde es sind viele philosophische Aspekte vertreten, die Ralf Isau gern hinter Metaphern versteckt oder nur leicht „durchscheinen“ lässt. Leider erscheinen die Zeitsprünge zwischen Ostarra und „unserer“ Welt sehr gezogen. Die zum Schluss finalen Kämpfe, hatten mein Interesse auch nicht mehr teilen können, da ich wie oben erwähnt, einfach gern wissen wollte wie es um Corvin stand. Gerne hätte ich mir mehr in diese Richtung gewünscht.

 

Fazit:
Ralf Isaus Werk „Der Schattendieb“ ist vielleicht nicht etwas für die ganz kleinen und sicherlich auch nicht etwas, für alle großen Menschen. Dennoch hat mir die Geschichte sehr zugesagt. Es gibt viele Charaktere die sich leicht einprägen lassen und auch Corvin hatte durch seine Entscheidungen und durch seinen freien Willen ein Stein im Brett bei mir. Es ist keine „gemütliche“ Feierabendlektüre, sondern durchaus etwas Anstrengender aber nichts Unmögliches. Viele haben auch den Einstieg kritisiert, den ich sehr schön fand, wenn auch sehr traurig.

Von mir bekommt „Der Schattendieb“ von Ralf Isau 
4-sterne
4.2/5 Sternen!

„Was macht ihr Silvester?“

Eine simple Frage, die bei mir Flucht Reflexe hervorruft. Sofern ich an Silvester denke, bekomme ich schlechte Laune, Herzraßen, feuchte Hände. Ich stehe dazu:
Ich habe Angst vor Silvester.

„Böllerschlachten“ oder „Feuerwerkskrieg“ ist nicht meine Welt. Damals, als ich weit aus jünger war, waren meine Eltern immer um 0 Uhr mit mir draußen. Natürlich hatten wir Feuerwerk. Mein Vater hat die meisten Sachen immer angezündet und zugegeben: Es war schön! Wir hatten aber auch meist nur Leuchtfeuerwerk mit wunderschönen Farben. Meine Mutter (die ebenfalls Angst vor Feuerwerk hat) hatte sich das alles immer aus sicherer Entfernung angesehen. Natürlich durfte ich auch was anzünden. Das sah dann so aus: Ich zünde etwas an und sofern auch nur ein kleiner Funke kam, schmiss ich es einen halben Kilometer weg. Das meiste ging nie wirklich los, weil dieser Funken eben nicht übergesprungen ist. (Wortspiel ;))

Aber diese Vorsicht von der ich vielleicht „zuviel“ habe, hatten andere zu wenig oder schlichtweg GAR NICHT. Meiner Mutter ist ein Böller in ihre Jackenkaputze geworfen wurden von einem Balkon. Mein Vater konnte den Böller gerade noch rauswerfen bevor er hochging.

Ich selbst bin in einige Böllerschlachten geraten weil anscheinend einige das total Lustig finden sich diese Böller oder geschweige denn Kanonenschläge an den Kopf oder vor die Füße zu werfen. Die Härte allerdings war zu Silvester vor drei Jahren. Dort hat mir ein Wildfremder eine Schreckschusswaffe ins Gesicht gehalten die GOTT SEI DANK nicht geladen war. Ich weiß das ich mich nicht mal rühren konnte. Ich war wie zu einer Salzsäule erstarrt. Dieses Erlebnis war schlussendlich mein persönlicher „Abschied“ von Silvester.

Ich schaue mir Feuerwerk gerne an. Von Zuhause, in sicherer Entfernung. Ich mache alles dunkel in den Räumen weil ich einfach Angst davor habe, das irgendein Mensch der von der heiligen Banane geküsst wurde, anfängt Raketen oder sonstiges Hochzuschießen. Seit dem mein Kater auch vor 3 Jahren einzog, hat sich das mit der Knallerei eh erledigt. Und wenn ich so klein wäre wie er, würde ich mich ebenfalls verkriechen. Denn auch wenn er auf Heldenhafte Jagd geht um Fliegen zu erlegen, hasst er Feuerwerk genauso sehr wie ich.

Ich weiß das ich nicht alleine mit dieser Angst bin und habe Alex von Fenstermomente gefragt wie es bei ihr aussieht. Mit ihrem Einverständniss darf ich euch ihre Sichtweise zeigen:

die angst am jahreswechsel!

ich liebe silvester. der gedanke dahinter das damit die alten bösen geister verjagt werden, die emotionalität an 0 uhr. die alten serien die einen schon seit der kindheit begleiten.
aber silvester hat auch andere seiten!
warum ich an silvester ängste habe:

es ist ja üblich das man an silvester auch „mal runter geht“ um sich umzuschauen und ein paar neujahrs-wunschraketen zu zünden und in den himmel zu schauen

aber mittlerweile sind immer mehr „krawallmenschen“ unterwegs, so das ich angst habe, einen böller an den kopf zu kriegen. oder man mich damit bewirft. „sich einen spaß draus macht“. desto lauter der böller, desto größer die angst.
zudem nehmen sich das viele menschen zum anlass, sich sinnlos zu besaufen. was meine zweite angst beinhaltet. alkoholisierte, unkontrollierbare menschen. die auf einmal laut werden, aggressiv und alles kaputt machen.

das ist für mich der grund warum ich an silvester zu hause bin. mit meinem mann und meinen 2 wundervollen katzen. ohne alkohol, mit 2 raketen die das neue jahr einläuten und mir wieder hoffnung machen 🙂

Geht es euch ähnlich? Oder liebt ihr Silvester vielleicht?
Gerne würde ich eure Sicht zu Silvester lesen!
Habt ein schönes Wochenende ❤

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The Girl Before – Sie war wie Du. Und jetzt ist sie Tod. [Buchrezension]

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Buchdetails:
Name: 
The Girl Before – Sie war wie Du. Jetzt ist sie Tod.
Autor:
JP Delaney
Seiten: 400
Verlag: 
Penguin
Erschienen:
25.04.2017
Kostenpunkt: 
13,00€ [Paperback]
Hier zu kaufen: The Girl Before – Sie war wie Du. Und jetzt ist sie Tod.
Genre: 
Roman, Thriller, Psychothriller

Klappentext:
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennen lernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

 

Schreibstil:
Delaney schreibt die Kapitel jeweils aus der Sicht der Frauen Emma (Vergangenheit) und Jane (Gegenwart). Natürlich sieht er vor, dass beide Charaktere eine gewisse Ähnlichkeit haben – gerade, wenn man auf die äußerliche Art der Beschreibung eingeht- allerdings stellt Delaney dennoch, teils große, Charakterunterschiede dar. Wenn ich Janes Sicht gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme der Geschichte zu folgen. Bei Emma hingegen, gestaltete es sich zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Der Autor hat darauf verzichtet die wörtliche Rede einzusetzen. Das Pendeln war es, was mich hin und wieder „zurückspulen“ ließ, aber mich nicht auszuschließen versuchte.

 

Gesamteindruck:
Erschreckend realistisch beschreibt JP Delaney die Geschehnisse von Emma und Jane. Trotz den Parallelen der zwei Charaktere kommen wenige Wiederholungen in Szenerien, sowie Gesprächen vor. Gerade der Technische Aspekt, der durchaus realistisch veranschaulicht wurde, machte es mir einfacher einzutauchen. Der Spannungspegel wurde effektiv bis zum Ende oben gehalten und bedarf auch keine Klärung von offenen Fragen. Es gab einfach keine Fragen die eine Klärung benötigt hätten. Das Ende lässt mich auf einen spannenden zweiten Teil hoffen und das ohne den Leser im Regen stehen zu lassen.

 

Fazit:
Spannung, realistische Charaktere und Umgebungen, sowie einen durchaus möglichen technischen Blickwinkel runden das Buch einwandfrei ab. Die unterschiedlichen Sichtweisen lassen sich während des Lesen flüssiger miteinander vereinen und runden die Erzählung wunderbar ab. Solange man etwas Geduld mitbringt würde ich diesen Thriller jeden ans Herz legen, der auch Fan von „Into the Water“ oder auch „Gone Girl“ war.

Von mir bekommt „The Girl before – Sie war wie Du. Jetzt ist sie Tod“ von JP Delaney 
4-sterne
4,8/5!